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Interview mit Jörg Klasen

Geschrieben von EBL | 31.08.2026, 05:00:00

Seit Juli 2026 besetzt Jörg Klasen einen Sitz als Verwaltungsrat der EBL (Genossenschaft Elektra Baselland). Im Interview erläutert er, welche Schwerpunkte er als Verwaltungsrat angehen möchte und warum ein offener Dialog mit den Delegierten und Genossenschaftern für ihn von zentraler Bedeutung ist.


Herr Klasen, wie verstehen Sie die Aufgabe eines Verwaltungsratsmitglieds?
Ein Verwaltungsrat trägt Verantwortung für die langfristige Entwicklung eines Unternehmens. Er gibt die strategische Richtung vor, überwacht Risiken und sorgt dafür, dass die Geschäftsleitung die richtigen Rahmenbedingungen hat, um erfolgreich zu arbeiten. Dabei geht es für mich immer darum, Stabilität, Zukunftsfähigkeit und die Interessen der Genossenschafter in Einklang zu bringen.


 Welche Schwerpunkte möchten Sie setzen?
Mein Leitmotiv lautet: „Stabilität sichern und Zukunft aktiv mitgestalten.“ Mir ist wichtig, dass Risiken frühzeitig erkannt und verantwortungsvoll gesteuert werden. Gleichzeitig sollen Prozesse effizient und zuverlässig funktionieren, damit die EBL finanziellen Spielraum für Investitionen in ihre Zukunft und die Energiewende behält. 


Welche Entwicklungen werden die EBL in den nächsten Jahren am stärksten prägen? 
Die Energiebranche bewegt sich in einem Umfeld mit grossen geopolitischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Unsicherheiten. Gleichzeitig bietet die Energiewende enorme Chancen. Entscheidend wird sein, die Energiestrategie 2050 pragmatisch umzusetzen und die Potenziale im Oberbaselbiet, in der Schweiz und im benachbarten Ausland gezielt zu nutzen. 


Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Energieversorger in der Schweiz?
Energieversorger müssen ihre Versorgung auch in einem zunehmend volatilen Markt sicher und wirtschaftlich gewährleisten. Gleichzeitig gilt es, die Chancen der Energiewende konsequent zu nutzen, Innovationen voranzutreiben und Verantwortung für Klima und Umwelt zu übernehmen. Resilienz und Weitsicht werden dabei entscheidend sein.


Was bedeutet die genossenschaftliche Ausrichtung der EBL für Sie?
Die genossenschaftliche Ausrichtung steht für mich für Verantwortung, Verlässlichkeit und langfristiges Denken. Entscheidungen sollen nicht nur kurzfristig erfolgreich sein, sondern auch den kommenden Generationen dienen. Gemeinsam Werte zu bewahren und gleichzeitig die Zukunft aktiv zu gestalten, macht dieses Modell besonders wertvoll.


Welche Wünsche haben Sie an den Dialog mit den Delegierten und Genossenschaftern?
Ich wünsche mir einen offenen, respektvollen und konstruktiven Austausch. Unterschiedliche Perspektiven sind eine Stärke, wenn sie dazu beitragen, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Nur im Dialog können wir die EBL erfolgreich weiterentwickeln und ihre genossenschaftlichen Werte mit Leben füllen.


Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen weiterhin ein gutes Gelingen als Verwaltungsrat bei der EBL.