In den 1980er-Jahren blieben Kaiseraugst und Atomstrom Reizthemen, bei denen die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern durch alle Gesellschaftsschichten, Gremien und Hierarchieebenen gingen – auch bei der EBL.
Die Elektrizitätswirtschaft wurde von einer umwelt- und energiepolitisch sensibilisierten Öffentlichkeit kritisiert – auch die EBL: «Die Bürgerinitiativen in unserem Kanton, die den Bau von Kernkraftwerken bekämpfen und deshalb vornehmlich den Elektrizitätsverbrauch drastisch eindämmen möchten, werfen uns immer wieder vor, unsere Geschäftspolitik nicht nach den Interessen der Bevölkerung, sondern der Elektrowirtschaft auszurichten und mit der Tarifgestaltung die Energieverschwendung zu fördern, statt das Sparen zu begünstigen.»
Unter Druck verstärkte die EBL ihre kommunikativen Aktivitäten. Sie suchte und fand den Dialog mit der Öffentlichkeit über Aufklärungsbulletins, Beilageblätter zu Stromrechnungen, Ausstellungen, Informationsvorträge, Aktionen an Schulen, Auftritte an Gewerbeausstellungen und eine Teilnahme am «Ferienpass Liestal», wo Mädchen und Knaben unter kundiger Anleitung ein Solar-Batterie-Ladegerät basteln konnten. Pressebulletins wurden verschickt, ein Tag der offenen Tür und ein «Stromtag» ins Leben gerufen, eine zweite Energieberatungsstelle in Gelterkinden eröffnet und ein «EBL-Preis» initiiert. Ausserdem trat die EBL dem Patronatskomitee «Tour de Sol – Etappenort Liestal» bei.