Anfang Oktober steht die Region Liestal im Zeichen des OL-Weltcup-Finals: In drei Wettkämpfen treten die Spitzenläufer nochmals gegeneinander an. Los geht das Weltcup-Wochenende, welches von der Elektra Baselland (EBL) als Hauptsponsor unterstützt wird, bereits am Freitagnachmittag. Im Park im Grünen in Münchenstein wird zum Auftakt eine Sprintstaffel ausgetragen. Am Samstag folgt im Waldstück «Galms» ein Wettkampf über die Mitteldistanz, bevor sich die 40 besten Frauen und Männer am Sonntag in einem Sprintrennen quer durch die Strassen und Gassen von Liestal messen.

Judith Wyder gehört als dreifache Weltmeisterschaft zu den ersten Anwärterinnen auf den Sieg.

Judith Wyder gehört als dreifache Weltmeisterschaft zu den ersten Anwärterinnen auf den Sieg.

Neue Gesichter im Schweizer OL-Sport
Der OL-Weltcup-Final in Liestal ist der erste nach der Ära Simone Niggli-
Luder. Die 23-fache Weltmeisterin hat in den vergangenen Jahren den OL-Sport dominiert wie niemand zuvor. Im letzten Herbst hat Niggli ihre einzigartige Karriere beendet. Doch auch ohne die Ausnahmekönnerin zählen die Schweizer Athletinnen und Athleten zu den Favoriten beim Weltcup-Final. Bereits vor den Wettkämpfen in Liestal steht Daniel Hubmann vorzeitig als Sieger des Gesamt-Weltcups fest. Der Thurgauer liegt uneinholbar an der Spitze des Klassements und wird die Gesamtwertung damit zum fünften Mal in seiner Karriere für sich entscheiden können. Neben Hubmann haben auch Fabian Hertner und Matthias Kyburz die Chance, die Saison auf dem Podium des Gesamt-Weltcups abzuschliessen. Der Prattler Hertner und der Möhliner Kyburz werden vor «Heimpublikum» zu besonderen Leistungen motiviert sein. Bei den Damen ist nach Niggli ein neuer Stern am OL-Himmel aufgegangen: Judith Wyder. Die 26-jährige Bernerin gewann an den diesjährigen Weltmeisterschaften in Italien dreimal Gold und einmal Bronze, zuvor hatte sie sich bereits an den Europameisterschaften im Frühling dreimal die Goldmedaille gesichert. Gespannt darf man auch auf die Leistungen von Rahel Friederich und Ines Brodmann sein. Die beiden Baslerinnen, die beide mit der Staffel schon Weltmeisterinnen
wurden, werden in Liestal ebenfalls für Furore sorgen wollen.

Der Prattler Fabian Hertner darf sich mindestens Hoffnungen auf einen Podestplatz machen.

Der Prattler Fabian Hertner darf sich mindestens Hoffnungen auf einen Podestplatz machen.

Hightech für die Zuschauer
Der OL-Weltcup-Final ist nicht nur für die Sportler ein tolles Erlebnis, auch für Zuschauer ist der Anlass einen Besuch wert. Am Samstag können die Läufer in der Zielarena bei der Schulanlage Frenke angefeuert werden. Mittels Livekommentar, Grossleinwand und GPSTracking werden die Zuschauer zudem laufend über das Geschehen im Wald informiert. Einzigartige Stimmung verspricht zudem der Finallauf am Sonntag. In der Start-Ziel-Arena beim Wasserturmplatz können die Athleten hautnah erlebt werden. Mehrere Male passieren sie die Arena während ihres Sprintrennens und lassen sich vom Applaus des Publikums ins Ziel tragen. Parallel zu den Weltcup-Läufen finden am Wochenende zudem zwei Nationale Läufe statt. Die regionalen OL-Vereine OLG Basel, OLV Baselland und OLG Kakowa organisieren für die Volksläufer den 9. und 10. Nationalen Wettkampf zum Saisonende. Das Wettkampfzentrum befindet sich an beiden Tagen in Liestal. Ebenfalls findet am Sonntag der Baselbieter Team-OL statt. Damit sind einmalig die OL-Weltelite, die engagierten Breitensportler sowie Gelegenheits-Orientierungsläufer
an einem Ort vereint.