Finanzbericht 2015 – Geschäftsbereiche Wärme und Telecom

Geschäftsbereich Wärme

„Der Wärmeabsatz der EBL und der von ihr verwalteten Wärmegesellschaften ist um 4,1 Prozentpunkte auf 179 748 MWh (2014: 172 695) gestiegen. Die dezentrale Stromproduktion in Blockheizkraftwerken hingegen ist um 5,5 Prozentpunkte auf 5704 MWh (2014: 6037) gesunken.“ Beat Andrist, Leiter Geschäftsbereich Wärme

Mehr als 48 000 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr durch den Einsatz von erneuerbaren Energien

Das Berichtsjahr war unwesentlich kälter als das Vorjahr, dafür aber wärmer als der langjährige Mittelwert. Die Heizgradtage haben 2015 (2678) gegenüber 2014 (2400) um 11,6% zugenommen, liegen aber 8,7% unter dem langjährigen Mittel (2932).

Die EBL ist verantwortlich für die Geschäfts- und Betriebsführung von 56 Wärmeverbünden und grossen Contracting-Anlagen: Darunter befinden sich 35 Anlagen mit Holzschnitzelfeuerungen, eine Pelletfeuerung, 6 Blockheizkraftwerke, 10 Wärmepumpenanlagen, eine Wärmerückgewinnung aus Schlammverbrennung, eine Industrielüftungsanlage, eine konventionell befeuerte Anlage und eine Industriekälteanlage.

Die EBL-eigenen Wärmenetze versorgen 823 Kunden mit einer Leistung von 52,8 MW. Die Tochtergesellschaften versorgen 940 Kunden mit einer Leistung von 67,7 MW.

Die EBL ist an folgenden Wärmegesellschaften beteiligt: EBL Fernwärme AG, AWV Abwasserwärmeverbund Sissach AG, WL Wärmeversorgung Lausen AG, Beotherm AG Interlaken, AVARI AG Interlaken, WV Roggwil AG, WV Aquabasilea Pratteln und WV Dürrenhübel Pratteln.

Der Energieeinsatz setzt sich wie folgt zusammen: 62% Energieholz, 20% Erdgas und Heizöl für den Spitzenlastbetrieb, 9% Erdgas für die Wärme- und Stromproduktion in Blockheizkraftwerken, 4% Wärmerückgewinnung aus Schlammverbrennung/Industrieabwärme sowie 5% elektrische Energie (Strom aus Wasserkraft) zur Abwärmenutzung mit Wärmepumpen. Somit liegt der Anteil an erneuerbaren Quellen bei über 70%.

Dank des konsequenten Einsatzes von erneuerbaren Energiequellen wie Holzfeuerungen, Abwärmenutzung sowie Umgebungs- und Solarwärme konnten im Berichtsjahr 17,3 Millionen Liter Heizöl (2014: 16,8) substituiert werden.
 

Geschäftsbereich Telecom

„Die EBL beliefert gegen 100 000 Haushaltungen mit Fernsehsignalen. Der Fernsehkabelanschluss ist längst mehr als nur Fernsehen. Heute kann darüber zu äusserst attraktiven Preisen telefoniert und mit grosser Geschwindigkeit im Internet gesurft werden“ Adrian Kössler, Leiter Geschäftsbereich Telecom

Mehr als nur Fernsehen. Der Kabelanschluss hat sich längst zum Multimediaanschluss entwickelt

Mit dem Kabelanschluss der EBL sind unsere Kunden auf der Überholspur. Seit der Liberalisierung der Telekommunikation im Jahre 1998 ist es erlaubt, über das Fernsehnetz neben Fernsehsignalen auch Daten zu transportieren. Wo zuvor nur die Übertragung von linearem Fernsehen erlaubt war, konnte nun auch telefoniert und im Internet gesurft werden. Es dauerte jedoch fast 8 Jahre, bis die Technologie und die Kabelfernsehnetze dafür gerüstet waren, parallel zum Fernehsignal Daten in einer guten Qualität zu übertragen.

Der heutige Kabelfernsehanschluss ist längst mehr als nur Fernsehen, er hat sich zum Multimediaanschluss entwickelt. Dank unserer hochbreitbandigen Datenautobahn konnten wir im 2015 in allen Gebieten überdurchschnittlich viele Neukunden gewinnen und entsprechend den Absatz an Zusatzdienstleistungen erhöhen.

Sehr erfreulich ist die Kundenentwicklung vor allem in der Romandie, im Berner Mittelland, im Emmental und in der Luzerner Landschaft.

Als regionaler Telekom-Anbieter ist es uns ein grosses Anliegen, für unsere Kunden und Partner gut erreichbar zu sein und auf die Kundenbedürfnisse und Anforderungen erfolgreich eingehen zu können. Wir haben frühzeitig erkannt, dass persönliche Beratungen der Schlüssel für eine hohe Kundenzufriedenheit darstellen.

Die Nachfrage nach Heimberatungen und Heiminstallationen nahm daher stark an Beliebtheit zu und bildet einen wichtigen Bestandteil der hohen Kundenzufriedenheit und -bindung.

Die EBL setzt nicht nur auf eine ausgezeichnete Kundenbetreuung in der Beratung, sondern investiert kontinuierlich in die Modernisierung der Kabelnetze, um den neusten, technischen Anforderungen gerecht zu werden.

Falls Sie sich schon Vorweg über die weiteren Geschäftsbereiche einlesen möchten, finden Sie unter folgendem Link weitere Informationen zum Geschäftsbericht 2015: Jahresbericht 2015