Für eine sichere Stromversorgung braucht es ein stabiles Netz. Der Ausbau von erneuerbaren Energien, wie Solar- und Windenergie, führen zunehmend zu einer schwankenden Stromproduktion. Durch dies wird die Netzstabilität[1] gefährdet. Um diese zu erhalten, muss die Stromwirtschaft kurzfristig auftretende Schwankungen in der Stromproduktion ausgleichen können. Dies wird durch positive und negative Regelenergie erreicht.

Die positive Regelenergie wird abgerufen, wenn mehr Strom genutzt als produziert wird und somit die Netzfrequenz unter 50 Hz sinkt. So müssen die Verteilnetzbetreiber zusätzliche Kraftwerke einschalten oder Verbraucher ausschalten. Bei der negativen Regelenergie geschieht genau das Umgekehrte. Es wird mehr Strom produziert als verbraucht und somit steigt die Netzfrequenz auf über 50 Hz. Die Kraftwerke müssen nun ihre Produktion zurückfahren. Alternativ kann auch der Verbrauch erhöht werden.

Verantwortlich für die Netzstabilität ist swissgrid. Viele Schweizer Unternehmen stellen dem swissgrid-pool Anlagen zur Verfügung. Diese kann, sobald es nötig wird, von den beteiligten Unternehmen die positive oder negative Regelenergie abrufen. Auch schweizstrom ist ein Teil von swissgrid und tritt als solcher, bestehend aus vielen dezentralen Produktionseinheiten, als selbständiger Marktplayer und Systemdienstleister auf. So wurden während den letzten zwölf Monaten durch 47 Anlagen rund 60 MW (Megawatt) in den Regelenergiepool aufgenommen. Dies entspricht etwa dreimal der Leistung des französischen Rekordhochgeschwindigkeitszugs TGV V 150 (https://de.wikipedia.org/wiki/V150).

Somit leistet schweizstrom einen wertvollen Beitrag zur Netzstabilität der Schweiz.

Weitere Informationen entnehmen Sie unserem Factsheet (https://www.schweizstrom.ch/media/Regelenergievermarktung.pdf)

[1] Bedeutet ein konstantes Gleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch und somit eine sicherer Versorgung bei einer Frequenz von 50 Hertz (Hz)

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