Seit August 2012 ist im Süden Spaniens, genauer in Calasparra, das Solarthermiekraftewerk Puerto Errado 2 (PE2) in Betrieb. Zeit um einen Blick auf das Projekt zu werfen.

Auf einer Fläche von rund 650‘000 m2  (ca. 84 Fussballfeldern) werden in einem Jahr bis zu 50 Gigawattstunden produziert, was dem Verbrauch von etwa 15‘000 Haushalten entspricht. Das Kraftwerk funktioniert im Prinzip wie ein Atom- oder Kohlekraftwerk. Wasser wird erhitzt und der so entstandene Dampf treibt über Turbinen den Generator an, welcher Strom erzeugt. Jedoch anders als bei Atom- resp. Kohlekraftwerken, wird die Wärme nicht durch endliche Stoffe erzeugt, sondern allein durch die Kraft der Sonne. Deren Strahlen werden mit beweglichen Spiegelreihen so gebündelt, dass sie sich in acht Metern Höhe in den Absorberrohren treffen und dort Wasser auf 275 Grad erhitzen. So ist an einem sonnenreichen Tag (und die gibt es oft; Calasparra hat 3‘000 Sonnenstunden, die Region Basel nur 1‘750) eine Leistung von bis zu 30 Megawatt möglich.

Zu Beginn war die EBL mit 85 Prozent an dem Projekt beteiligt. Heute hält sie mit 51% immer noch die Mehrheit und übernahm am 1. März 2015 mit der 100%igen Tochtergesellschaft EBL España Services S.L.U. erfolgreich den Betrieb und Unterhalt des Werkes.

Beim weltweit ersten Kraftwerk dieses Typs gab es natürlich einige unvorhersehbare Überraschungen, für die stets zeitnahe Lösungen gefunden wurden. Dem Umstand der Übernahme der Betriebs- und Unterhalt-Tätigkeit durch EBL España Services S.L.U. war es zu verdanken, dass die beim Kraftwerk durchgeführte, ausserordentliche Inspektion ein frühzeitiges Erkennen von Garantie-Schäden ermöglichte und somit sämtliche Instandsetzungsarbeiten unter voller Garantieleistung bereinigt werden können.

Seit Jahrzehnten fördert EBL gezielt die Energiegewinnung durch neue erneuerbare Energie und setzt sich aktiv für einen sparsameren Umgang mit der stets kostbarer werdenden Energie ein. Wir haben uns dazu entschieden, mit der Energiewende jetzt sofort zu beginnen. Wir wollen nicht länger warten, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Diese Überlegung führte bei der EBL dazu, auf regenerative Energien zu setzen.

Weitere Informationen zu PE 2: http://www.puertoerrado2.com/home/